Schon vor einiger Zeit hatten wir einen Bericht über Barito und seine Malkünste gesehen.
Zwar fanden wir, dass die Bilder aus Beschäftigungstherapien für Tiere viel
zu schade sind, um sie für sich selbst zu behalten, aber wie das so oft im Leben ist,
man vergisst im schnöden Alltag manch tolle Sache.
Ein Zufall brachte letzendlich die Affen doch noch zur Mode. Und zwar so: beim
Durchblättern einer Modezeitschrift fällt Marcus' Blick auf eine neue Kollektion mit
großen, kunstähnlichen Drucken, er schaut hoch und sagt: wenn da mal nicht Baritos
Bilder als Vorlage genommen wurden.
Und schon war sie geboren — die Idee. Nach diesem Geistesblitz kam einfach nur
noch eines zum anderen. Wir haben Textilien entworfen, mit den zoologischen Einrichtungen
gesprochen, Kunstwerke ausgesucht, uns mit der fairen Herstellung von
Textilien vertraut gemacht, Stoffe gesucht, die umweltverträglich sind und uns immer
wieder bei Biologen rückversichert, ob wir auf einem Weg sind, der respektvoll dem
Tier gegenüber ist. Denn auch wenn man gegen die Haltung von Tieren in Gefangenschaft
ist. Es gibt sie - und wir werden das nicht ändern können. ABER wir können
darauf aufmerksam machen, dass die Tiere beschäftigt werden müssen, um eine
Aufgabe zu haben und damit ausgeglichen zu sein.
Und eines wollen wir ganz sicher nicht: vom Dompteur dressierte, niedliche „Picassos“
— wir wollen glückliche Tiere sehen — am liebsten mit einem Pinsel in der Hand.