Wie steht ajoofa zu Wildtierhaltung in Zoos?
Tiere in Gefangenschaft, vor allem Wildtiere, darf man das unterstützen? Diese Frage bekommen wir häufig
gestellt. ajoofa, und die Menschen dahinter, haben sich darüber vor der Gründung lange Gedanken gemacht.
Natürlich wäre es schön, wenn alle Wildtiere einen Platz in der Freiheit hätten und nicht der Bedrohung
durch uns Menschen ausgesetzt wären. Für manche bedrohte Tierart stellen zoologische Gärten die letzte Überlebenschance dar.
Zu einem verstärkten und integrierten Engagement im Naturschutz haben sich die Zoos im weltweiten Zusammenschluss
(World Association of Zoos and Aquariums, WAZA) mit Festsetzung der „Welt-Zoo-Naturschutzstrategie“ vor 20 Jahren schon verpflichtet.
Damit einhergehend hat sich Selbstverständnis der zoologischen Gärten in den vergangen Jahrzehnten von der reinen Zurschaustellung
exotischer Tiere, hin zu einer möglichst naturnah nachgebildeten Haltung (kleine Arche Noah) gewandelt.
Da für diesen Wandel – und damit verbundenen nicht nur baulichen Maßnahmen – auch die finanziellen Mittel vorhanden sein müssen,
ist es nicht ganz verwunderlich, dass dies nicht für jede Tierart ad-hoc umgesetzt werden kann. Die meisten Zoos müssen sich – und ihre Tiere –
oft ohne oder nur mit geringer kommunaler Unterstützung selbst finanzieren.
Zu den Hauptaufgaben eines modernen Zoos gehören Forschung, Arten- und Lebensraumschutz genauso wie den Menschen zu
informieren und mit einbeziehen. Denn um verkürzt Baba Dioum zu zitieren: „nur was wir kennen, werden wir schützen“ –
manch einer weiß manchmal vielleicht gar nicht von der Existenz einer Tierart und wie bedroht ihr Überleben durch
menschliche Einflüsse ist. In Bezug auf die (Vielfalt der) Tiere, ihre Bedürfnisse und ihren Lebensraum (können)
zoologische Gärten als eine Art Bindeglied uns dabei helfen.
ajoofa selbst ist übrigens weder eine zoologische, noch eine gemeinnützige Einrichtung.
Wir greifen auf Kunstwerke aus bestehenden Beschäftigungsmaßnahmen in Deutschen Zoos zurück. Durch den Verkauf der
Shirts setzen wir uns finanziell dafür ein, dass die Unterbringung der Tiere so gut wie möglich ist, der
tierische Alltag reizvoller gestaltet werden kann und nach den neuesten Erkenntnissen gefördert wird.
Dazu gehört eine Beschäftigung und eine Umgebung, die auf die Bedürfnisse der Tiere abgestimmt ist.
Für uns ist aber ein anderer Punkt genauso wichtig. Aufmerksamkeit! Aufmerksamkeit für den Tier-, Natur-
und Artenschutz. Unsere Produkte sollen anregen neugierig und kritisch zu sein. Ökologische Aspekte, soziale
Verantwortung und ein Umdenken bei Konsumartikeln.
Wie funktioniert das, mit der Tierbeschäftigung und Affenkunst?
Wir arbeiten mit zoologischen Einrichtungen zusammen, die versuchen, die Haltungsbedingungen für ihre Tiere zu optimieren,
indem sie ihnen Beschäftigungsmöglichkeiten anbieten.
Einer der ersten malenden Affen hieß „Congo“ und war ein Schimpanse, der bereits in den 50er Jahren künstlerisch
wirkte.
Congo
Wir greifen dieses bereits seit langem existierende Thema auf und versuchen dadurch auf die Affen, ihre problematische
Situation und unsere Umwelt in der heutigen Zeit aufmerksam zu machen. Unsere tierischen Künstler „arbeiten“ nicht für
uns und „arbeiten“ im Übrigen auch nicht für den Zoo, sondern nehmen ein Angebot zur Beschäftigung von
ihrem Zoo an. Wir verwerten diese Produkte mit unseren tierischen Künstlern als Botschafter für ihre Artgenossen im Freiland –
und natürlich um uns Menschen anständig anzuziehen.
Zu diesem Thema haben wir auch noch ein Interview hier auf unserer Homepage:
Tierbeschäftigung
7% für den Natur- und Artenschutz, was passiert mit den anderen 93%?
Von jedem verkauften ajoofa T-Shirt gehen 7% von unseren Nettoeinnahmen an gemeinnützige Organisationen
und Projekte aus dem Tier-, Natur- und Artenschutz. Aber was passiert mit den restlichen 93%?
ajoofa ist kein gemeinnütziger Verein, sondern in erster Linie ein Unternehmen, das verantwortungsvolle
Produkte entwirft, herstellt, vermarktet und vertreibt, seine Mitarbeiter bezahlen muss und versucht seine
eigene Vision für eine bessere Welt umzusetzen. Wir wollen ein sozialverantwortliches Unternehmen werden
und hoffen dabei einen Weg auch für andere Unternehmen aufzeigen, nachhaltig zu wirtschaften.
Wie kann ich sicher sein, dass die Ware ökologisch und fair ist?
Was heute schon in der Lebensmittelbrache zum Alltag gehört, ist für die Textilbranche leider noch nicht
selbstverständlich. Es gibt kein einheitliches Siegel, welches ein faires, ökologisches und nachhaltiges
Produkt kennzeichnet. Ist ein Produkt aus Biobaumwolle, heißt das nicht, dass es unter fairen
Arbeitsbedingungen hergestellt wurde. Ist ein Produkt "Fair", bedeutet das nicht, dass das Produkt auch
ökologisch produziert wurde.
Wir haben uns für unsere Produkte für eine GOTS-Zertifizierung entschieden. Es gilt als umfassendstes
Gütesiegel, da nicht nur ökologische, sondern auch soziale Bedingungen berücksichtigt werden. Ausführliche
Informationen findet ihr hier:
GOTS
Wie stellt ihr gerechte Löhne und Arbeitsbedingungen sicher?
Wir haben uns für den Produktionsstandort in Europa entschieden, da wir als kleines Start-Up nicht die
Möglichkeit haben, in Fernost eine Produktion zu "überwachen". Unseren Textillieferanten in Portugal
haben wir persönlich besucht um uns vorab ein Bild zu machen. Unsere Baumwolle beziehen wir über einen
Garnhersteller in Deutschland mit dem wir einen engen persönlichen Kontakt halten. Dieses Unternehmen
beschäftigt sich seit 1998 mit der Entwicklung und Einführung nachhaltiger, ganzheitlicher Produktkonzepte in der
Bekleidungsindustrie.
Wurde mein T-Shirt tatsächlich tatsächlich von einem Affen gemalt?
Die Bilder entstehen in Beschäftigungsmaßnahmen für Tiere. Ursprünglich wollten wir Barito beim Malen filmen.
Allerdings ist er ein wenig medienscheu und baut viel lieber das Aufnahmegerät auseinander – egal wie
sehr die Kamera versteckt wird. Im Online-Shop findest du zu jedem T-Shirt das Originalbild. In Zukunft
wollen wir zu jedem T-Shirt ein Echtheitszertifikat beilegen. Originale könnt ihr bei
www.affenbrut.de erwerben.